Zion Nationalpark USA – Spektakuläre Berge im wenig bekannten Nationalpark!

Juni 19, 2022

Zion Nationalpark USA – Spektakuläre Berge im wenig bekannten Nationalpark!

von Corinna- Thema: Reisen - Lesezeit: 9 Minuten

Zion Nationalpark USA – Spektakuläre Berge im wenig bekannten Nationalpark!

Wenn du an die Nationalparks in den USA denkst, fällt dir sicher zuerst der „Grand Canyon Nationalpark“ ein. Nicht minder spektakulär, aber noch weitestgehend unbekannt und daher ein echter Geheimtipp ist der Zion Nationalpark im Bundesstaat Utah. Über 300 Millionen Jahre Erdgeschichte trifft auf hohe Plateaus, tiefe Sandsteinschluchten und beeindruckende Felsformationen. Am Rande des Colorado Plateaus im Süden Utahs wurde der Zion Nationalpark 1909 ursprünglich als Mukuntuweap National Monument gegründet und kam erst 1919 zu seinem heutigen Namen. Die Flüsse im Nationalpark weisen die höchsten Gefällsgradienten in Nordamerika auf. Zion ist übrigens ein alter hebräischer Name und beutetet so viel wie „Zufluchtsort“ oder „Heiligtum“. Auf unserer magnetischen USA Weltkarte kannst du dir ein Bild von den umliegenden Bundestaaten machen.

In diesem Artikel erfährst du mehr über ausgewählte Abenteuer im Zion Nationalpark und was du sonst noch wissen solltest, um einen Besuch dort zu planen.

 

IN DIESEM ARTIKEL:

  • Wissenswertes für deine Planung
  • The Narrows – Felsschluchten zum Anfassen
  • Riverside Walk – Tor zu den Narrows
  • Angels Landing – wo die Engel landen
  • Was du sonst noch machen kannst

 

Wissenswertes für deine Planung

Der Park ist ganzjährig geöffnet, doch solltest du bei deinem Besuch die Witterung mit einplanen. Die Winter können in Utah derbe kalt sein. Und wenn du dich für eine Bergtour entscheiden willst, werden aus kleineren Flussbetten in manchen Jahreszeiten gefährliche und reißende Flüsse.

Die beste Reisezeit ist der späte Sommer, wenn die Sonne nicht mehr so heiß vom Himmel brennt, die Erde aber noch schön erwärmt ist. Der „Indian Summer“ verwandelt auch im Bundesstaat Utah die Blätter der Bäume in ein wunderschönes Farbenmeer. Allerdings treten in dieser Zeit auch vermehrt Sturzfluten auf. Pass jederzeit gut auf dich auf und halte im Zweifel Kontakt mit dem Besucherzentrum, welches von 9-17 Uhr geöffnet hat. Der Park selbst ist 24 Stunden geöffnet.

Für die Einfahrt mit einem Privatfahrzeug mit bis zu 15 Personen zahlst du 35 US-Dollar für sieben Tage. Als Motorradfahrer zahlst du 30 US-Dollar für dich und dein Motorrad für sieben Tage.

Für den Angels Landing Trail, den ich dir später noch ans Herz legen werden, wurde im April 2022 ein kostenpflichtiges „Permit-System“ eingeführt, der ab dem Abschnitt „Overlook“ beginnt. Die Genehmigungen werden per Online-Lotterie ermittelt. Genaue Informationen findest du auf den Service-Seiten des Nationalparks Zion. Wenn du sowieso mehrere Nationalparks in den Staaten besuchen möchtest kannst du dir auch den „America The Beautiful“ Annual Pass kaufen und hast damit dann Eintritt in fast alle Nationalsparks im Land.

Für mehrtägige Backpacking-Wandertouren brauchst du ebenfalls eine Genehmigung. Lies dir am besten die Bedingungen auf den Service Seiten genau durch, damit du später nicht enttäuscht bist, weil du deinen geplanten Trip nicht starten kannst.

Sieben Tage im Nationalpark hört sich viel an. Bei all den Möglichkeiten, die du erleben kannst, sind sieben Tage dann doch eher wenig. Plane am besten vorab, auf welche Abenteuer du dich begibst und buche dazu deine Unterkünfte oder Campingplätze.

 

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Zion Nationalpark Felswand

 

Willst du im Zion Nationalpark reiten gehen, beschäftige dich bitte vorher damit und wähle den Stall mit Bedacht aus. Wenn die Tiere abgemagert oder falsch bemuskelt sind, lass bitte die Finger von dem Anbieter. Auch Bewertungen im Internet geben Anhaltspunkte für tierliebe Pferdehalter. Die Ausritte sind wunderschön für Pferd und Reiter, wenn auf alle Rücksicht genommen wird.

 

The Narrows – Felsenschluchten zum Anfassen

Am Ende des Zion Canyon verengen sich am letzten Busstop des Shuttlebusses (Temple of Sinawava) die Felswände und bilden späteren Verlauf des Virgin Rivers die „Narrows“. Ob eine spannende, aber sichere Wanderung möglich ist, hängt vor allem vom Wasserstand des Virgin Rivers ab. Auf einer erlebnisreichen Tagestour wirst du größtenteils im meistens knietiefen Flussbett unterwegs sein. Aber es kann dir je nach Jahreszeit und Witterung auch passieren, dass du bis zur Hüfte im Wasser stehst oder sogar schwimmen musst.

 

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Bis zur Brust im Wasser in den "Narrows"

 

Die ungefähr 26 Kilometer lange Schlucht mit beeindruckender Felslandschaft und bis zu 300 Meter hohen Sandsteinfelsen wandert man nur als Profi bis zum bitteren Ende. Für uns Teilzeit Wanderer gilt es den richtigen Zeitpunkt abzupassen um den Rückweg einzuschlagen.

Je nach körperlicher Fitness und Erfahrung was anstrengende Wanderungen angeht empfehlen wir nicht zu tief in die Narrows hinein zu wandern. Professionelle Ausrüstung und ausreichend Proviant ist hier ebenso Pflicht wie Verantwortungsbewusstsein für seine Mitmenschen.

 

 

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Zion Nationalpark Narrows

 

Riverside Walk – Tor zu den Narrows

Eine kleinere Wanderung, die du auch mit Kids oder nicht ganz geübten Wanderern gut bewältigen kannst, ist der Riverside Walk. Auf 3,1 Kilometern Länge (Hin- und Rückweg) ist dieser Weg eigentlich der Weg zu dem vorher beschriebenen Wanderweg durch die Narrows. Er wird deshalb auch das „Tor zu den Narrows“ bezeichnet und beginnt ebenfalls am „Temple of Sinawava“ Shuttlebusstop.

Dieser kleine Spazierweg bietet einen wundervollen Einblick in die Narrows, ohne dass er zu schwer wird. 

Vor allem am frühen Abend kannst du viele Wildtiere bewundern. Die malerische Landschaft mit den roten Felswänden und dem Flussbett des Virgin Rivers mit ihrer Vegetation ist einmalig.

 

Angels Landing – wo die Engel landen

Der Weg zu den Angels Landing ist eher ein Trail, als eine Wanderung. Für geübte Wanderer mit einer guten Kondition sind die 8,7 Kilometer auf 453 Höhenmeter gut machbar und der Spaß kommt nicht zu kurz.

Startpunkt ist der Shuttlebusstop „The Grotto“. Wenn du dich auf den Weg begibst, rüste dich bitte vernünftig.  An einigen Stellen fallen die Felswände mehrere Hundert Meter steil ab. Dicke Stahlseile, an denen du dich festhalten kannst, helfen dir, den Aufstieg sicherer zu bewältigen. An anderen Stellen ist der Weg keinen Meter breit und lässt dir nicht viel Platz zu den steilen Abhängen rechts und links. Doch ansonsten bietet der Weg alles, was du für ein schönes Abenteuer brauchst. Eine großartige Atmosphäre umgibt dich in den kleinen Tälern und du spürst dein Adrenalin in den Adern pumpen beim Aufstieg über atemberaubende Serpentinen an nackten Felswänden. 

Das Plateau am Angels Landing bietet dir eine perfekte Belohnung für den Aufstieg. Die spektakuläre Rundumsicht über den Zion Main Canyon nimmt dich mit Sicherheit gefangen.

 

Was du sonst noch so machen kannst

Neben einer ausgeprägten und vielfältigen Flora und Fauna, die du dir in aller Ruhe auf Rund-Trips mit dem Shuttle Bus oder bei einer geführten „Szene-Tour“ anschauen kannst, gibt es noch zahlreiche andere Aktivitäten zu erleben. 

Der Zion Nationalpark ist zu einem der führenden Orte in der Umgebung geworden, Canyoning mit allen Herausforderungen und Freuden zu erleben. Beim Canyoning oder auch Canyoneering kombinierst du Klettern, Abseilen, Schwimmen und Wandern durch die wunderschöne, rote Felsenlandschaft. 

Ein Reitausflug durch die Felsformationen nimmt dich mit auf eine ganz besondere Begegnung mit der Natur.

Wenn du gerne im Wasser bist, mache dich auf den Weg zum „Emeralds Pool“. Kleine Wasserfälle und azurfarbendes Wasser laden zum fröhlichen, nassem Vergnügen ein. 

Eine Wanderung zum „Observation Point“ sollte auf deiner Liste für den Zion Nationalpark auch nicht fehlen.

Du siehst, plane am besten genügend Zeit für den Zion Nationalpark ein, um so viele Abenteuer wie möglich mit nach Hause zu nehmen und deine kleinen Erinnerungstücke auf unserer Weltkarte zu verewigen.

 

Was würdest du am liebsten machen? Oder hast du noch Fragen, dann schreib uns.


 

Bye-bye, Ciao, Servus und bis bald...

Corinna

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